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Boris Ponitka

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Die grösste Revolution aller Zeiten: Ist das Panik, oder ist das die neue Realität?

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Das Buchcover von 'Die grösste Revolution aller Zeiten' von Marc Friedrich, angezeigt auf einem Kindle, der auf einem Stein liegt.
28. September 2025
In Buchrezensionen, Finanzen und Investitionen, Mindset & Persönlichkeitsentwicklung

Die grösste Revolution aller Zeiten: Ist das Panik, oder ist das die neue Realität?

Wir sind Krisen gewohnt. Wir sind es gewohnt, dass „gespart“ werden muss, dass die Inflation „moderat“ ansteigt und dass die Notenbanken „alles im Griff“ haben. Wir haben gelernt, dem System zu vertrauen, in dem wir leben – einem System aus Euro, Dollar, Zentralbanken und Regierungen, die am Ende schon irgendwie dafür sorgen, dass der Laden läuft. Unser Geld, so die Annahme, ist sicher.

Und dann liest man Die grösste Revolution aller Zeiten* von Marc Friedrich und Florian Kössler.

Dieses Buch ist ein Frontalangriff auf diese Grundannahme. Es ist ein lauter, schriller und brutal ehrlicher Weckruf. Die Kernthese der Autoren ist nicht: „Unser Geldsystem bekommt Probleme.“ Die These ist: „Unser Geldsystem ist bereits tot.“ Es ist ein Zombie, der nur künstlich am Leben erhalten wird, und der finale Kollaps ist keine Frage des „Ob“, sondern nur noch des „Wann“.

Das ist harter Tobak. Und es ist leicht, die Autoren als „Crash-Propheten“ oder „Panikmacher“ abzutun, so wie es bei kritischen Geistern oft passiert. Aber das wäre zu einfach. Ich habe das Buch gelesen, nicht als Dogma, sondern als Analyse. Ich möchte interpretieren, was die Kernaussage ist und warum dieses Buch, ob man ihm nun zustimmt oder nicht, eines der wichtigsten Finanzbücher unserer Zeit sein könnte.

Teil 1: Die Diagnose (Der Patient ist tot)

Der erste Teil des Buches ist eine Obduktion. Friedrich und Kössler sezieren das globale Finanzsystem (das „Fiat-Geldsystem“) und legen dessen tödliche Krankheit offen. Diese Krankheit hat einen Namen: Schulden.

Wir leben in einer Welt, die auf unbegrenzter Schuldenaufnahme basiert. Staaten, Unternehmen und Privatpersonen sind bis über beide Ohren verschuldet. Um dieses System vor dem Kollaps zu bewahren, müssen die Zentralbanken (EZB, FED) permanent neues Geld „drucken“ (heute digital erschaffen).

Das Problem: Dieses Geld ist durch nichts gedeckt. Es ist reines Vertrauen. Und wenn man die Geldmenge unendlich ausweitet, verliert dieses Geld unweigerlich an Wert. Das nennen wir Inflation. Es ist keine „Preissteigerung“ – es ist eine Geldentwertung. Dein Geld wird weniger wert, weil mehr davon da ist. Es ist eine stille Enteignung.

Bis hierhin ist die Analyse nicht neu. Auch andere kritische Geister, wie Dirk Müller in „Machtbeben“, beschreiben exakt dasselbe Phänomen: Ein System, das an seine mathematischen Grenzen stößt und durch geopolitische „Machtbeben“ zusätzlich destabilisiert wird.

Doch wo Müller eher in der Analyse der globalen Verwerfungen bleibt, gehen Friedrich und Kössler einen Schritt weiter. Sie sagen: Das Vertrauen ist der entscheidende Punkt. Und es bricht gerade. Die Menschen beginnen zu verstehen, dass Inflation kein Naturgesetz ist, sondern eine politische Entscheidung. Sie verstehen, dass ihr Erspartes schmilzt.

Die Autoren argumentieren: Jedes Fiat-Geldsystem der Geschichte ist gescheitert. Ohne Ausnahme. Warum sollte es ausgerechnet diesmal anders sein? Sie sagen: Es wird nicht anders sein. Der Euro, der Dollar – sie werden scheitern.

Teil 2: Die Revolution (Die Flucht aus dem System)

Hier beginnt der revolutionäre Teil des Buches. Die Autoren belassen es nicht bei der düsteren Diagnose. Sie präsentieren die Lösung. Und diese Lösung ist nicht Gold, nicht Aktien, nicht Immobilien (obwohl sie diese als Teil einer Strategie durchaus schätzen).

Die „grösste Revolution aller Zeiten“ ist Bitcoin.

Für die meisten Menschen ist Bitcoin immer noch ein Spekulationsobjekt. Ein digitales Casino, riskant, volatil, vielleicht sogar ein „Schneeballsystem“. Friedrich und Kössler demontieren diese Vorurteile Punkt für Punkt. Sie zwingen den Leser, Bitcoin nicht als „Währung“ oder „Aktie“ zu sehen, sondern als das, was es ihrer Meinung nach ist: Das fundamental beste Geld, das die Menschheit je hatte.

Warum? Weil Bitcoin das exakte Gegenteil unseres „toten“ Fiat-Geldes ist:

  1. Es ist dezentral: Es wird von keinem Staat, keiner Zentralbank und keiner Regierung kontrolliert. Es kann nicht manipuliert, zensiert oder „gedruckt“ werden. In einer Welt, in der Müller „Machtbeben“ durch Regierungen beschreibt, ist das ein unschätzbarer Wert.
  2. Es ist absolut endlich: Es wird mathematisch garantiert niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Man kann die Menge nicht ausweiten. Es ist per Definition nicht inflationierbar. Es ist hartes Geld.
  3. Es ist unpolitisch: Es ist ein neutrales Netzwerk, das auf Mathematik (Kryptografie) basiert, nicht auf dem Vertrauen in Politiker oder Banker.

Die „Revolution“ liegt also nicht darin, mit Bitcoin reich zu werden (obwohl die Autoren das als logische Konsequenz der steigenden Adaption sehen). Die Revolution liegt darin, sein Vermögen, seine Lebensleistung, aus einem kaputten, inflationären System (Euro) in ein intaktes, deflationäres System (Bitcoin) zu transferieren.

Es ist, so die Autoren, als ob man sein Geld von einem sinkenden Schiff (Fiat) auf ein digitales Rettungsboot (Bitcoin) bringt.

Was bedeutet „davon profitieren“?

Das Buch will kein Spekulationsratgeber sein. „Profitieren“ bedeutet in diesem Kontext nicht „schnell traden“.

Es bedeutet:

  1. Souveränität erlangen: Du machst dich unabhängig. Unabhängig von der Geldpolitik der EZB, unabhängig von Bankenpleiten, unabhängig von politischer Willkür. Du bist deine eigene Bank.
  2. Vermögen schützen: In einer Welt der Inflation (Geldentwertung) ist die erste Priorität nicht „Rendite“, sondern „Kapitalerhalt“. Bitcoin ist, so die These, der ultimative Inflationsschutz.
  3. An einer neuen Welt teilhaben: Die Autoren argumentieren, dass wir am Beginn eines komplett neuen Zyklus stehen. Wer jetzt die Mechanismen versteht, positioniert sich für eine Zukunft, in der dezentrale Systeme eine immer größere Rolle spielen werden.

Das ist ein massiver Mindset-Shift. Es erfordert, alles infrage zu stellen, was man über Geld gelernt hat. Es erfordert aber auch eine unglaubliche mentale Stärke.

Die mentale Seite der Revolution

Und genau hier schließt sich für mich der Kreis zu anderen Themen, die mich beschäftigen. Eine solche Revolution, wie Friedrich sie beschreibt – ein potenzieller Kollaps des alten Systems und der Aufstieg eines neuen –, ist nicht nur ein finanzielles Ereignis. Es ist ein psychologisches. Es wird Chaos, Unsicherheit und Angst erzeugen.

Wer in einer solchen Welt bestehen will, braucht mehr als nur Bitcoin im Wallet. Er braucht einen unerschütterlichen inneren Kern.

Er braucht die Klarheit und den Fokus, wie ihn „Das Brian Tracy Maximum Prinzip“ lehrt, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht im Chaos der täglichen Nachrichten zu verlieren.

Und er braucht die innere Ruhe und die mentale Disziplin, die „Shaolin Spirit“ vermittelt, um die eigenen Emotionen (Angst, Gier) zu meistern und rationale Entscheidungen zu treffen, während um einen herum Panik ausbricht.

„Die grösste Revolution aller Zeiten“ ist die Beschreibung des äußeren Sturms. Die anderen Bücher sind die Anleitung für den inneren Anker, den man braucht, um diesen Sturm zu überstehen.

Was ich aus „Die grösste Revolution aller Zeiten“ mitnehme

Dieses Buch ist ein Augenöffner. Es ist provokant, es ist radikal, und es ist extrem gut argumentiert. Es ist kein „vielleicht“, sondern ein „ganz sicher“.

  1. „Geld“ ist nicht, was ich dachte. Ich habe gelernt, Geld als neutrales Tauschmittel zu sehen. Dieses Buch zeigt: Geld ist nie neutral. Es ist immer ein Machtinstrument. Und unser aktuelles Geld wird gegen uns verwendet (durch Inflation).
  2. Bitcoin ist keine Spekulation, es ist eine Philosophie. Ich verstehe jetzt, warum Menschen „Bitcoin-Maximalisten“ werden. Es ist nicht Gier. Es ist die tiefe Überzeugung, ein faires, transparentes und unmanipulierbares Systemm gefunden zu haben. Es ist eine fast schon philosophische Bewegung für finanzielle Freiheit.
  3. Eigenverantwortung ist der einzige Weg. Das ist die härteste, aber wichtigste Lektion. Verlass dich nicht auf den Staat, die Bank oder den Berater. Die Verantwortung für deine finanzielle Zukunft liegt zu 100% bei dir. Das bedeutet: Du musst dich bilden. Du musst diese Zusammenhänge verstehen.

„Die grösste Revolution aller Zeiten“ ist ein Buch, das man hassen oder lieben kann. Aber man kann es nicht ignorieren. Es ist ein fundamentales Werk für jeden, der die Kategorie Finanzen und Investitionen ernst nimmt und verstehen will, wohin die Reise im 21. Jahrhundert geht. Es ist die rote Pille für unser Finanzbewusstsein.

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