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Boris Ponitka

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Du arbeitest zu viel für zu wenig Ergebnis – Die Wahrheit über das Pareto-Prinzip

  • Startseite » Du arbeitest zu viel für zu wenig Ergebnis – Die Wahrheit über das Pareto-Prinzip
Symbolbild zum Pareto Prinzip, das einen fast perfekt gemähten Rasen zeigt.
5. Oktober 2025
In Schuldenkobold

Du arbeitest zu viel für zu wenig Ergebnis – Die Wahrheit über das Pareto-Prinzip

Wir leben in einer Welt, die Perfektionismus predigt.

110 Prozent geben.

Immer die Extrameile gehen.

Jedes noch so kleine Detail optimieren.

Klingt nach dem perfekten Rezept, um seine Zeit zu verschwenden, oder?

Was, wenn ich dir sage, dass der Großteil deiner Anstrengungen fast nüschte zum Endergebnis beiträgt?

Was, wenn 80 Prozent von dem, was du tust, im Grunde genommen genug ist?

Willkommen in der wunderbar unperfekten, aber brutal effizienten Welt des Pareto-Prinzips.

Es ist auch bekannt als die 80/20-Regel, und wenn du es einmal verstanden hast, wirst du deine Arbeit, dein Leben und vor allem deine Finanzen mit völlig anderen Augen sehen.

Die geniale Entdeckung eines italienischen Ökonomen

Das Ganze geht zurück auf einen gewissen Vilfredo Pareto.

Ein kluger Kopf, der im 19. Jahrhundert in Italien lebte.

Pareto fand heraus, dass 80 Prozent des Bodens in Italien im Besitz von nur 20 Prozent der Bevölkerung waren.

Fasziniert von dieser ungleichen Verteilung, untersuchte er weitere Bereiche und fand immer wieder dasselbe Muster:

In seinem Garten produzierten 20 Prozent der Erbsenpflanzen 80 Prozent der Erbsen.

20 Prozent der Kunden eines Unternehmens bringen 80 Prozent des Umsatzes.

20 Prozent der Fehler in einer Software verursachen 80 Prozent der Systemabstürze.

Die Kernaussage ist simpel: Der Zusammenhang zwischen Aufwand und Ergebnis ist nicht linear, sondern extrem unausgewogen.

Ein kleiner Teil deines Aufwands ist für einen riesigen Teil deines Erfolgs verantwortlich.

Der große Rest deiner Anstrengungen ist oft nur noch mühsame und ineffiziente Feinarbeit.

Das Pareto-Prinzip am Beispiel meines Podcasts

Ich könnte meinen Podcast auf die Spitze des Perfektionismus treiben.

Vielleicht nicht nur eine Tonspur aufnehmen, sondern gleichzeitig ein hochauflösendes Video produzieren.

Den Raum perfekt ausleuchten, mir einen Greenscreen hinstellen und im Hintergrund die Alpen einblenden.

Danach könnte ich aus jeder Folge zehn kleine „Shorts“ für YouTube, TikTok und Instagram schneiden, mit animierten Untertiteln und cooler Musik.

Der Aufwand dafür wäre gigantisch.

Statt einer Stunde pro Folge würde ich vielleicht zehn Stunden investieren.

Das Ergebnis wäre zu 100 Prozent perfekt.

Aber mal ehrlich: Der Kern, das, was wirklich zählt, sind die 80 Prozent, die du grundsätzlich hörst.

Es sind meine Gedanken, meine Geschichten, meine Tipps.

Das ist der eigentliche Wert.

Die restlichen 20 Prozent an Perfektion würden 80 Prozent mehr Aufwand bedeuten.

Ich konzentriere mich also bewusst auf die 20 Prozent des Aufwands (die reine Audio-Produktion), die 80 Prozent des Ergebnisses (den wertvollen Inhalt) liefern.

Ist das faul?

Oder ist das einfach nur smart?

Der Rasenmäher-Test: Wann ist „gut“ gut genug?

Dieses Prinzip lässt sich auf alles im Leben anwenden.

Nehmen wir das Rasenmähen.

Ich kann mit meinem Rasenmäher in 30 Minuten einmal komplett über die Wiese fahren.

Danach sind 80 Prozent des Jobs erledigt.

Der Rasen ist kurz, es sieht ordentlich aus.

Aber da sind noch die Kanten.

Die kleinen Grashalme um die Schaukel herum.

Das eine Büschel unter der Hecke.

Um diese letzten 20 Prozent zur Perfektion zu trimmen, bräuchte ich wahrscheinlich nochmal drei Stunden mit der Nagelschere.

Der zusätzliche Aufwand steht in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Nutzen.

Zu erkennen, wann 80 Prozent erreicht sind und wann es sich nicht mehr lohnt, die restlichen 80 Prozent der Energie für die letzten 20 Prozent des Ergebnisses zu investieren, ist der Schlüssel zur Effizienz.

Man muss auch mal den Mut haben zu sagen: Das ist gut genug.

Wie das Pareto-Prinzip auch deine Finanzen revolutioniert

Gerade beim Thema Geld ist dieses Prinzip eine absolute Waffe.

Wir neigen dazu, uns in winzigen Details zu verlieren, während wir die großen Hebel ignorieren.

Beispiel Sparen:

Du kannst 80 Prozent deiner Zeit damit verbringen, jeden Joghurt-Preis zu vergleichen, um 5 Cent zu sparen.

Oder du nutzt 20 Prozent deiner Zeit, um einmalig deine drei größten Fixkosten (Miete, Versicherungen, Auto) zu analysieren und zu optimieren.

Wo ist der Hebel größer?

Beispiel Investieren:

Du kannst 80 Prozent deiner Zeit damit verbringen, täglich Aktienkurse zu checken und zu versuchen, den Markt zu timen.

Oder du nutzt 20 Prozent deiner Zeit, um einmalig einen soliden, breit gestreuten ETF-Sparplan einzurichten und ihn dann einfach laufen zu lassen.

Was ist am Ende erfolgreicher?

Das Pareto Prinzip lehrt uns, uns auf die wenigen, aber entscheidenden Aktionen zu konzentrieren.

Finde die 20 Prozent deiner finanziellen Aktivitäten, die für 80 Prozent deines Erfolgs verantwortlich sind.

Genau darauf solltest du deine Energie lenken.

Das ist auch der Grundgedanke hinter meinem Konzept „Fester Termin mit Finanzen“, über das du hier mehr lesen kannst (Link dahin: https://borisponitka.de/termin-mit-finanzen/).

Es geht darum, in dieser einen Stunde pro Woche genau die wichtigen 20 Prozent anzugehen.

Fazit: Sei kein Perfektionist, sei ein „Paretoist“

Hör auf, 110 Prozent geben zu wollen.

Es ist eine Lüge der Leistungsgesellschaft, die dich nur ausbrennt.

Finde die 20 Prozent, die wirklich zählen.

Werde exzellent in diesen 20 Prozent.

Und habe den Mut, die restlichen 80 Prozent einfach mal gut sein zu lassen.

Du wirst nicht nur mehr erreichen, du wirst auch deutlich mehr Zeit und Energie für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben.

Und das ist am Ende unbezahlbar.

Haust du rein, ich bin raus

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